Sprecherin Felicia Langer

Felicia Langer hat jahrzehntelang als Rechtsanwältin Palästinenser vor israelischen Militär- und Zivilgerichten verteidigt.

Seitdem sie ihre Kanzlei in Jerusalem aus Protest gegen das verrohte Rechtssystem geschlossen hat, lebt sie in Deutschland. Von hier aus streitet sie weiter für die Menschenrechte und einen gerechten Frieden in Nahost, durch Veröffentlichungen und Vortragsreisen und auch durch die Sprechertätigkeit für die Stiftung.

Felicia Langer hat für Ihre Verdienste große internationale Anerkennung erworben und wurde unter anderem 1990 in Stockholm mit dem alternativen Nobelpreis, dann auch mit dem Bruno-Kreisky-Preis geehrt. Zuletzt wurde ihr 2009 vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen, und damit erhält sie endlich auch von höchster Stelle unseres Staates die Anerkennung ihres jahrzehntelangen Einsatzes.

Sie selbst, die nur knapp dem Holocaust entkommen ist, sagt „…dass die Deutschen gerade wegen ihrer Vergangenheit besonders klar und deutlich den Mund dort aufmachen sollten, wo Menschenrechte verletzt werden… Wenn Israel die Kritiker seiner Politik gegenüber Palästinensern in die Nähe des Antisemitismus rückt, dann ist das ein Vergehen an den Opfern des Holocaust. Sie werden unredlich benutzt. So eine Haltung kann den wirklichen Antisemitismus nur befördern.”